Karteikarten Lernen Einleitung

Das Lernkartei-System wurde von Sebastian Leitner entwickelt und 1973 in seinem Schlüsselwerk „So lernt man lernen“ präsentiert. Eine Lernkartenkartei ist ein Hilfsmittel um systematisch zu lernen.
Das Konzept sieht das wiederholen von Fragen und der jeweils passenden Antwort vor. Auf die Vorderseite wird jeweils eine Frage geschrieben und auf die Rückseite die Lösung, welche zu dieser Frage gelernt werden lernen soll. Die noch nicht verinnerlichten Fakten können mittels mehrerer Karten und Fächer effektiv wiederholt werden.

Das Lernkarteikarten-System gehört zu den etablierten Lerntechniken und bietet viele Vorteile. So wird beispielsweise ganz besonders das Langzeitgedächtnis gefördert. Außerdem bekommt der Nutzer ein gutes Gefühl, wie umfangreich der bereits zu dem jeweiligen Thema gelernte Wissenstand in dem jeweils zu lernenden Fach ist.

Verstärkt werden dabei die Karteikarten aufgerufen, die noch nicht gelernt wurden, so werden Leerläufe vermieden.

Vorteile Karteikarten lernen auf Papier

Papierkarteikarten sind gut transportabel und können – abgesehen von der Prüfung – überall hin mitgenommen werden. Das Material Papier hat sich während der letzten Jahrzehnte auch als deutlich langlebiger als elektronische Geräte erwiesen. „Echte“ Karten sind deshalb besonders für jahrelanges, kontinuierliches Lernen gut geeignet. Eine komplette Lernkartei in Papierform brauchen allerdings eine Menge Platz und kann, da auch der Platz auf der einzelnen Karte beschränkt bleibt, auch nur eine begrenzte Anzahl von Informationen beinhalten. Besonders beliebt sind Karteikarten bei Schülern und Erwachsenen, die Vokabeln lernen um Sprachkenntnisse zu vertiefen oder eine neue Sprache hinzuzulernen.

Vorteile Karteikarten lernen mit App oder Software

Elektronische Karteikarten können im Gegensatz zu Papierkarteikarten einfach und intuitiv genutzt werden. Mit Karteikarten Softwares hat man die Möglichkeit flexibel und standortunabhängig zu lernen, d.h. lernen mit dem Laptop, dem Tablet oder dem Smartphone. Das Lerntempo sowie Wiederholungen können dabei ganz individuell selbst bestimmt werden. Ein ansprechendes Design und eine möglichst einfache sowie benutzerfreundliche Oberfläche runden zudem die Effektivität einer Lernsoftware ab und heben den Lernprozess dabei stetig an.

Mit dieser Variante des Karteikartenlernens wird wertvolle Zeit gespart anstatt diese mit dem Übertragen von Inhalten und dem Lernkarten erstellen zu verbringen. Jedoch kann es sein, dass gekaufte Inhalte nicht das beinhalten, worauf der Lehrer, Studienleiter oder Dozent seinen Schwerpunkt in der jeweiligen Prüfung legt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Karteikarten-Lernsoftwares wie auch alle anderen Programme abstürzen oder gar beschädigt werden können.

Früher verwendete man Bücher, um sich Wissen anzueignen. Aber auch da bietet das Karteikarten lernen im Vergleich zum Bücher lernen einige Vorzüge. So muss zum Beispiel ein Lernender nicht die gesamten Lernmaterialien (Bücher und selbstgemachte Aufzeichnungen…) bei sich haben und hat dadurch die Möglichkeit effizienter und vor allem standortunabhängiger zu lernen.

Aber auch die Lerninhalte sind durch die Nutzung von Karteikarten präziser gehalten, so fallen beispielsweise den Text verlängernde Wörter und unwichtige Anekdoten weg. Der Lernende verlagert so seine Konzentration auf den Schwerpunkt des Inhalts und prägt sich somit nur relevantes Wissen ein. Die Effizienz des Karteikartenlernens lässt sich unter anderem auch durch optionale Tipps (so genannte Eselsbrücken) verbessern.

Möglichkeit bestimmte Themen leichter zu finden, als sie erst in Büchern zu suchen, vervollständigt.